Samstag, 22. Februar 2014

Leaf - das vegane Restaurant in Hamburg

Malaysischer Frucht- und Gemüsesalat mit Tofu
In diesem Post wird es dieses Mal kein neues Rezept geben. Dafür möchte ich euch aber ein Restaurant vorstellen. Ich habe für diese Art von Posts das Stichwort "Auswärtsspiel" hinzugefügt. Denn ich habe mir fest vorgenommen, in Zukunft auch etwas über vegane Restaurants und Cafés bzw. über das vegane Angebot in Hamburg zu informieren.
Den Anfang macht das nunmehr 3 Jahre alte Restaurant LEAF in HH-Altona, das ausschließlich vegane Speisen und Getränke anbietet.
Mein Besuch liegt nun schon eine ganze Weile zurück (Ende August), wundert euch also nicht über die sommerlichen Zutaten auf den Tellern, denn im Leaf wird auch stets mit saisonalen Zutaten gekocht.
Es werden generell zwei verschiedene Menüs angeboten. Wer keine Lust auf ein Menü hat, kann natürlich auch à la carte bestellen. Meine Mutter (nicht vegan) und ich bestellten beide Menüs...man sollte ja alles mal probieren - gesagt, getan...
Beide Menüs haben um die 26 Euro gekostet, was ich für mehr als angemessen halte.

Menü 1: 
Malaysischer Frucht- und Gemüsesalat mit Tofu (s. oben)
Baozi auf Montanero-Mangoldtaschen in Artischocken-Tomaten-Sugo
Falscher Aprikosen-Käsekuchen im Glas 

Menü 2:
 Gebackener Kohlrabi mit Dill- Schmorgurke und Johannisbeer-Chutney
Portobello-Saltimbocca auf Sauerkirschsoße mit Kartoffelkämmen
Weiße Mousse au chocolat auf Amarettokirschen 
Die Gerichte waren alle super lecker und überraschend anders. Man merkt richtig, wie viel Herzblut in jedem Gericht steckt. Auch die Bedienung war mehr als freundlich. Unsere Hauptspeisen hatten sich ein wenig (wirklich nur ein wenig) verzögert, daher bekamen wir einen Kaffee auf Kosten des Hauses...dabei wäre das gar nicht nötig gewesen.
Wer sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten machen möchte, der kann sich auf der Homepage des Restaurants ein Video ansehen oder kann auch direkt HIER klicken (ich konnte das Video an dieser Stelle nicht veröffentlichen...fragt mich nicht, warum... Computerkram). 
Ihr habt noch nicht genug und wollt noch mehr Infos? Dann schaut doch mal in die aktuelle HAPPINEZ-Ausgabe (2/2014 - noch bis zum 20. März 2014 erhältlich). Dort wird nicht nur die Köchin des Restaurants, Corinna Krampe, vorgestellt, sondern es folgen auch Rezepte für ein ganzes Menü. So kann sich jeder das Leaf in die eigenen vier Wände holen.
Baozi auf Montanero-Mangoldtaschen in Artischocken-Tomaten-Sugo
Falscher Aprikosen-Käsekuchen im Glas
Gebackener Kohlrabi mit Dill- Schmorgurke und Johannisbeer-Chutney

Portobello-Saltimbocca auf Sauerkirschsoße mit Kartoffelkämmen

Weiße Mousse au chocolat auf Amarettokirschen

Wir waren mehr als begeistert... Mit dem LEAF kann man nichts falsch machen. ... Beim nächsten Hamburg-Besuch unbedingt auf die To-do-Liste setzen.

Liebe Grüße 

Sonntag, 2. Februar 2014

Heidelbeer-Bananen-Trifle

Heute gibt es einen echten Klassiker – das englische Trifle. Noch nie gehört? Dann Lauscher bzw. Augen auf und seid gespannt: es folgt ein kleiner Exkurs in die Food-Historie.
Eigentlich handelt es sich beim Trifle um eine geschichtete Süßspeise, meist bestehend aus Creme, Kuchen - vorzugsweise Biskuit - , der mit Whisky oder Likör beträufelt wird, und Obst. Der Name der Süßspeise Trifle bedeutet soviel wie Kleinigkeit oder Bagatelle, was aber in diesem Fall gar nicht zutrifft, denn Schicht für Schicht entsteht hier etwas Magisches, aber ich schweife ab. Wie so Vieles hat sich das Dessert im Laufe der Zeit verändert. Bereits Ende des 16. Jahrhunderts gab es in England eine Süßspeise namens Trifle, allerdings bestand diese noch überwiegend aus geschlagener Sahne und püriertem Obst. Die heutige Form des Trifle entstand erst Mitte des 18. Jahrhunderts, zubereitet aus getränktem Biskuit und einer dicken Creme (Custard), Obst und Schlagsahne. Traditionell wird das Dessert in einer großen, runden Schale serviert. Darauf habe ich allerdings verzichtet und alles in einzelne Gläser geschichtet. Aber das kann jeder handhaben, wie er mag. Der Fantasie sind bei der Zubereitung natürlich keine Grenzen gesetzt. Anstatt Biskuit könnte man auch Zwieback oder Ähnliches verwenden.
In meiner Version wurde der Biskuit durch kernige Haferflocken ersetzt. Den Whiskey habe ich weggelassen (weil nicht zur Hand, kann aber natürlich zugefügt werden). Wer jetzt denkt: „Na toll, sie hat Müsli gemacht...“, der täuscht sich, denn durch die sahnige Creme wird das Dessert mächtig, süß und traumhaft cremig. Macht euch gefasst auf ein dekadentes Stelldichein mit dem kleinen Engländer.

Für ca. 4 Gläser

♥ 50 g kernige Haferflocken
♥ 25 g Agavendicksaft
♥ (optional: 1 EL Whiskey)
♥ 125 g Heidelbeeren
♥ 1–2 Bananen
♥ 100 g vegane, aufschlagbare Sahne (Soyatoo, Sorte Soja)
♥ 250 g Sojajoghurt Vanille
♥ 1 EL Vanillezucker
♥ Backpapier und 1 El Öl zum Bestreichen

1. Haferflocken in einer Pfanne ohne Fett rösten. Agavendicksaft (und optional Whiskey) zufügen und unter Rühren 2–3 Minuten karamellisieren lassen. Auf ein Stück geöltes Backpapier geben und mit einer Gabel leicht auseinanderziehen. Abkühlen lassen. Grob hacken.
2. Heidelbeeren waschen und trocken tupfen. Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Sahne mit dem Handrührgerät luftig aufschlagen. Vanillezucker dabei einrieseln lassen. Vanillejoghurt unter die Sahne heben.
3. Abwechselnd Haferflocken-Krokant, Früchte und Sahne-Joghurt in Gläser Schichten. Bis zum Verzehr kühl stellen.


Sonntag, 27. Oktober 2013

Kürbisrisotto


Buonasera a tutti!! Heute geht unsere kulinarische Reise nach Bella Italia.
Italien hat essenstechnisch ja neben Pizza und Pasta Einiges zu bieten – Risotto beispielsweise. Ein alter Klassiker, der je nach persönlichem gusto abgewandelt werden kann.
In meiner Version wird der Risotto – passend zur Jahreszeit – mit Kürbis und Salbei aufgepeppt.
Seit drei Wochen wollte ich dieses Risotto kochen, allerdings kamen mir immer diverse Kleinigkeiten dazwischen (kein Hunger, keine Lust, fehlende Zutaten... ... ...), aber an diesem Wochenende hat es endlich geklappt.
Moralische Unterstützung bekam ich dabei von einer guten Freundin (huhu!), deren Aufgabe darin bestand, in Frauen- und DIY-Magazinen zu blättern, achja, und mich zu fotografieren. Daher gibt es heute nicht nur ein Essensbild, sondern auch eines von der Chefköchin persönlich, was – das soll an dieser Stelle gesagt sein – nicht zur Gewohnheit werden wird. *gg*
Genug gequatscht jetzt...

Für 2 Personen
3 EL Olivenöl
1 kleine Zwiebel, in Würfel geschnitten
2 Knoblauchzehen, gepresst
175 g Risottoreis
½ kleiner Hokaidokürbis, in Würfel geschnitten
200 ml Weißwein (halbtrocken)
400 – 500 ml Gemüsebrühe
4-6 Salbeiblätter, gehackt
1 Scheibe veganer Käse (Wilhelmsburger), kleingeschnitten
   (alternativ: 1-2 EL gemahlene Mandeln + 1 EL Hefeflocken)
1 EL Margarine (Alsan)
Salz, Pfeffer

Optional:
Öl zum Frittieren
6 Salbeiblätter

1.     Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln leicht anbraten, dann Reis und Kürbis hinzufügen und kurz mitbraten. Mit Weißwein ablöschen und den Reis so lange rühren bis fast die gesamte Flüssigkeit aufgenommen ist.
2.     Jetzt nach und nach unter ständigem Rühren Brühe zugeben bis der Reis gar ist. Salbei zufügen und umrühren. Risotto von der Herdplatte nehmen.
3.     Käse und Margarine unterrühren, Risotto mit einem Deckel abdecken und 5-10 ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren den Reis noch einmal gut umrühren.
4.     (Optional: Öl zum Frittieren in einer kleinen Pfanne erhitzen und die ganzen Salbeiblätter kurz frittieren und als Dekoration mit dem Risotto auf dem Teller anrichten)

Buon appetito!




Sonntag, 13. Oktober 2013

ChocQlate - Schokolade selber machen


Moin,
heute gibt’s den ersten Post aus meiner neuen Heimat Hamburg. Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein Rezept, sondern vielmehr möchte ich ein Produkt vorstellen, das mir sehr gut gefällt.

Aber von vorne...
Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich ein Schokoladen-Set testen und meine Eindrücke dazu schildern möchte... Na klar, wer möchte denn bitte keine Schokolade testen?*
Wegen meines Umzuges hat sich die ganze Sache ein bisschen verzögert, aber jetzt kann ich sagen: tadaaaaa, es hat funktioniert!

Aber worum geht es eigentlich? Es geht um die Firma ChocQlate. Wie der Name schon verrät dreht sich hier alles um Schokolade bzw. um die Herstellung eben dieser.

„Kakaobutter, Kakaopulver, Agavensirup, Vanille und handverlesene, sanft getrocknete, nicht fermentierte und in mehrstufiger Handarbeit vermahlene Kakaobohnen in einem perfekt aufeinander abgestimmten Mischungsverhältnis – in nur rund 20 Minuten aus nur fünf reinen Grundzutaten, zaubern Sie echte Schokolade.“

Wie aus diesem kurzen Abschnitt schon deutlich wird, ist die Schokolade nicht nur vegan, sondern auch industriezuckerfrei- yuppie!

Genug der langen Worte...
Vor ein paar Tagen kam endlich mein 600g Schoko-Päckchen und schon beim Auspacken war es Liebe auf den ersten Blick!
Das ganze Set ist wirklich sehr liebevoll zusammengestellt und die einzelnen Produkte sind sehr schön und edel verpackt.
Das Set besteht – wie oben bereits in der Einleitung erwähnt – aus den Grundzutaten Kakaobutter, Kakaobohnen, Kakaobutter, Agavendicksaft und Vanille. Zusätzlich befinden sich nicht nur die wunderschönen Schokoformen in dem Set, sondern auch noch kleine Tütchen und bunte Aufkleber, um die Schokolade zu verpacken. So etwas finde ich super. Man kann sich also nicht nur selbst Schokolade machen, nein, man kann sie auch gleich noch schön verpackt verschenken. Einfach genial!
Außerdem gehört noch ein kleines Booklet mit Anleitungen und Rezeptvorschlägen zum Set.

Heute war es endlich soweit: unsere WG-Küche wurde kurzerhand zur Schokoladenwerkstatt. Ich habe mich für die zartbittere Schokolade entschieden.
Die Zubereitung ist wirklich simpel:
Die Kakaobutter im Wasserbad schmelzen.
Alle übrigen Zutaten in eine andere Schüssel geben.
Sobald die Kakaobutter geschmolzen ist, mit den anderen Zutaten vermischen.
Die Formen füllen, die Schokolade eventuell nach eigenem Geschmack pimpen (in meinem Fall waren es Mandeln und Cranberries), die Formen entweder 5 Minuten in den Gefrierschrank oder 15 Minuten in den Kühlschrank stellen. Fertig.
Ja, so einfach ist das. Und das Ergebnis kann sich, wie ich finde, echt sehen & schmecken lassen.
Ich habe ungefähr 25 Minuten gebraucht.

Aus der übriggebliebenen Schokolade habe ich kleine Schokrossies** und Schokomandeln gemacht.


Fazit: ich kann dieses Set wirklich sehr empfehlen!!! Es macht echt Spaß, seine eigene Schokolade zu machen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Und wem doch einmal die Ideen ausgehen, der kann sich auf dem Blog der Firma ChocQlate www.echtschoko.de Inspirationen holen.
Die Schokolade ist auch ein super Geschenk oder Mitbringsel für Familie und Freunde.
Natürlich kann man auch gleich ein Set verschenken (bald ist ja Weihnachten), damit die Lieben zu Hause auch sofort loslegen können. Denn das Preis-Leistungsverhältnis ist echt super.
Das kleine Set mit 600g kostet nur 19,90 Euro. Diesen Preis finde ich echt angemessen, wenn man die Qualität der Produkte und die liebevolle Aufmachung bedenkt. Ich habe jetzt ungefähr die Hälfte meines Sets verbraucht und habe 6 kleine Tafeln Schokolade und eine kleine Dose Schokokrossies hergestellt.
Also, schnell auf die ChocQlate-Seite gehen und bestellen.  :-)


* wir sehen an dieser Stelle einmal von meiner Mitbewohnerin, die „nicht so eine Süße ist“ ab.
**mit dem Dinkel-Hafer-Crunch-Müsli von Alnatura

Montag, 16. September 2013

Orecchiette mit Brokkoli & News

 Heute gibt es wieder einmal ein schnelles und super einfaches Rezept aus Italien:
Orecchiette mit Brokkoli.
Das erste Mal habe ich dieses Gericht in Triest während meines Austauschjahres gegessen. Zubereitet wurde es da von einer meiner Mitbewohnerinnen. Die kam zwar nicht aus Apulien, aber immerhin ein Teil ihrer Familie...also immerhin...naja...aber jetzt...

Mittwoch, 7. August 2013

Lesestoff: Ab heute vegan


Hallo ihr Lieben,
heute gibt es ausnahmsweise einmal kein Rezept, sondern eine Buchvorstellung. Wie viele von euch bestimmt schon über andere Blogs mitbekommen haben, gibt es seit Kurzem ein neues Einführungsbuch in die vegane Lebensweise: Ab heute vegan. So klappt dein Einstieg. Ein Wegweiser durch den veganen Alltag erschienen im Ventil Verlag als Kochen ohne Knochen Edition.
Das Buch wurde von den Autorinnen und Autoren des Blogs Deutschland is(s)t vegan verfasst.
Für alle, die den Blog noch nicht kennen: es handelt sich um eines der meistgelesen Online-Magazine für eine vegane Lebensweise. Die Autorinnen und Autoren schreiben meist auch noch eigene Blogs, auf die ihr sicher schon im Internet gestoßen seid. Klickt euch einfach einmal durch die DIV-Seite und schaut euch um.


Donnerstag, 1. August 2013

Johannisbeer-Erdnussbutter-Schnecken


Wie vorgestern schon auf meiner Facebook-Seite angekündigt, habe ich an einem Rezept getüfftelt. Und ich muss sagen: hurra, hurra, es schmeckt ganz wunderbar!!
Lassen wir die schlechten Reime beiseite. Inspiriert zu dem Rezept wurde ich aus verschiedenen Quellen.
Ich wusste nur, dass es etwas Johannisbeeriges werden sollte - haben ja schließlich Saison.
Und ursprünglich sollte es eher etwas mit Johannisbeermarmelade werden. Daher wurde erst einmal kräftig Marmelade gekocht. Habe mich dann doch umentschieden. Typisch.